Was macht die tägliche Dusche mit unserer Haut?

Morgens unter die heiße Dusche zu springen, gehört für viele zum täglichen Ritual. Das warme Wasser belebt und macht munter für den Start in den Tag. Im Schnitt verbringen die Deutschen elf Minuten unter der Dusche. Das ergab eine Studie, für die ein großer Armaturen- und Brausenhersteller 4.000 Menschen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren befragen ließ. Viel zu lange, warnen Dermatologen. Wer es mit der Körperhygiene zu gut meint, schadet der Haut. Denn heißes Wasser und Duschgel befreien nicht nur von Schmutz und unerwünschten Körpergerüchen, sie neutralisieren auch den Säureschutzmantel und können empfindliche Haut schnell austrocknen.

Möglichst kurz und nicht zu heiß!

Auf die tägliche Dusche verzichten die wenigsten.

Wenn Sie einige Regeln beachten, geht die tägliche Dusche in der Regel in Ordnung. Fotos: Klaus Thumser/fotolia- Goncharov A.

Wenn Sie einige Regeln hinsichtlich Wassertemperatur, Duschdauer und Auswahl der Pflegemittel beachten, geht die tägliche Dusche in der Regel aber in Ordnung – selbst für Menschen mit trockener Haut:

  • Nicht mit den Temperaturen übertreiben: Die ideale Wassertemperatur liegt zwischen 32 und 38° Celsius
  • Je kürzer desto besser: fünf bis zehn Minuten reichen aus, um Schmutz zu entfernen und kurz zu relaxen. Manche Hautexperten raten sogar zu nur drei Minuten für die tägliche Dusche.
  • Je trockener die Haut, desto kürzer und kühler sollten das Duschbad sein.
  • Achten Sie auf Ihren Hauttyp: übliche Duschgels weisen in der Regel einen pH-Wert von 5,5 auf – das ist perfekt für die normale Haut.
  • Leiden Sie aber unter empfindlicher oder trockener Haut, ist ein rückfettendes Duschgel die richtige Wahl, weil es die natürliche Barrierefunktion der Haut unterstützt und weder Duft- noch Farbstoffe enthält.
  • Verwenden Sie keine Shampoos zur Körperreinigung. Sie entfetten die Haut weit stärker als normale Duschgels.

Die Haut – Schutzhülle des Körpers

Was vielen Menschen gar nicht bewusst ist: Die Haut ist unser größtes Organ, das den Körper wie eine schützende Hülle vor schädlichen Einflüssen bewahrt. Ihre obere Schicht, die Epidermis, besteht aus Hornzellen, die von Lipiden (Fettmolekülen) zusammengehalten werden und der Oberhaut hervorragende Barriereeigenschaften verleihen. Die in vielen Duschgels enthaltenen Tenside können diesen Schutzfilm beeinträchtigen, so dass die Haut an Feuchtigkeit verliert und Schadstoffe leichter eindringen können.