Wissenswertes über unser größtes und vielseitigstes Sinnesorgan

Obwohl wir uns bei der täglichen Körperpflege so intensiv um unsere Haut kümmern, ist vielen gar nicht bewusst, welche vielfältigen und sogar lebensnotwendigen Aufgaben sie hat. Mit durchschnittlich 1,6 bis zwei Quadratmetern ist sie das größte Organ des Menschen. Sie erfüllt nicht nur eine Schutzfunktion vor äußeren Einflüssen, regelt unsere Körpertemperatur und unseren Wasserhaushalt, sie ist auch unser größtes und vielseitigstes Sinnesorgan.

Lippen und Fingerspitzen sind besonders feinfühlig

Sinnesorgan Haut

An den Fingerspitzen ist die Haut besonders feinfühlig. Fotos: fotolia-yuriyzhuravov/fotolia-Goodwyn

Die Haut verfügt über eine Vielzahl von Nervenenden,  Sinneszellen und Tastkörperchen, über die wir Schmerz, Wärme oder Kälte empfinden. Über die Haut nehmen wir Berührungen und selbst den kleinsten Luftzug wahr. Dabei sind die verschiedenen Zellen auf unterschiedlichste Reize ausgerichtet. Während die einen Temperaturunterschiede oder Schmerz erkennen, registrieren die anderen zum Beispiel Druck. An den Fingerspitzen und an den Lippen ist die Haut besonders feinfühlig, weil dort die Anzahl der Tastkörperchen besonders hoch ist.

Die Haut: Das Spiegelbild der Seele

Unsere Haut gilt auch als Spiegel der Seele. Wir erröten vor Scham oder erblassen vor Schreck und wenn’s gruselig wird, bekommen manche eine Gänsehaut. Das Wechselspiel von Körper und Seele ist wissenschaftlich belegt und zeigt sich oft besonders deutlich auf unserer Haut. Aufregung und Freude können sich dort genauso widerspiegeln wie Stress, Wut oder Trauer. Nicht verarbeitete emotionale und psychische Konflikte können die Haut sogar krank machen und zu sogenannten psychosomatischen Beschwerden führen. Andererseits führen Erkrankungen der Haut – wie etwa Schuppenflechte, Akne oder Neurodermitis – bei manchen Betroffenen zu seelischen Belastungen, unter denen sie häufig genauso oder stärker leiden als unter den Hautproblemen selbst.

Verbindung zu inneren Organe

Bestimmte Hautbereiche (Segmente oder Headsche Zonen genannt), haben eine enge Verbindungen zu bestimmten Organen. Über sie lässt sich therapeutisch von außen – zum Bespiel mit Reflexzonenmassagen, Akkupunktur oder Akkupressur – sogar Einfluss auf die inneren Organe nehmen.